06.05.2012 – 1. Achensee Radmarathon – Grüße vom Väterchen Frost

Nach 20 Jahren hat heuer wieder mal der Achensee Radmarathon stattgefunden, Christian, Hannes und Mario haben von unserem Verein daran teil genommen – hier nun ein kleiner Bericht aus der Sicht von Mario.

Dank der frühen Anmeldung konnte Mario am Samstag beim Captains Dinner teil nehmen, der Name war Programm und so fand die Veranstaltung am Samstag Abend auf den beiden Schiffen MS Tirol und MS Stadt Innsbruck statt. Das Essen war sehr lecker und ausgiebig – leckere Nachspeisen. Etliche alkoholfreie Weißbier später legte das Schiff dann wieder gegen 22:45 Uhr am Steg an.

Die Nacht war dann eher unruhig und zu kurz, früh morgens dann gleich die Überraschung in unserem Hotel wurden 8 Rennräder im Wert von 70.000 Euro gestohlen! Gut dass wir unsere Räder im zweiten (von außen nicht zugänglichen) Radkeller abgestellt hatten. Die zweite Überraschung war dann das doch sehr kühle Wetter – bei 6 Grad am Start werden die Muskeln nicht unbedingt von selber warm.

Im Startblock angekommen dann das Warten auf den Start:
7:55 Uhr, Hannes musste schnell noch zum Pieseln
7:57 Uhr, Christian hatte die gleiche Idee
7:58 Uhr, Mario beschließt dass es bis zum nächsten WC doch noch zu weit ist
8:00 Uhr, Start

Bereits auf den ersten Kilometern kam es vereinzelt zu Stürzen, das Rennen war von Anfang an von Nervosität geprägt. Erst mal ein paar Kilometer ordentlicher Nebel aber immerhin war die Straße trocken. Vom Achensee ging’s zwar schnell aber ohne besondere Vorkommnisse hinunter. Wie ich später von einem Fahrer eines Pannenfahrzeugs erfahren habe waren bereits auf den ersten Kilometern 6 Platte Reifen wieder flott zu machen.

In Absam musste wegen einer Prozession vom geplanten Kurs auf einen Radweg mit Baustelle ausgewichen werden, ein Graben wurde dort mit zwei Metallplatten abgedeckt – dazwischen fand sich leider ein Schlitz der genau die richtige Größe hatte dass einer der Fahrer vor mir sein Vorderrad in der Grube parkte und ich nur mit Glück einen größeren Unfall vermeiden konnte. Leider hat bei der Aktion mein Vorderrad bzw. die Vorderbremse was abbekommen, was ich erst zurecht biegen musste. Dadurch verlor ich wertvolle Zeit und den Anschluss zu meiner bisherigen Gruppe.

Die nächsten Kilometer bis Kranebitten verbrachte ich dann mit einer kleinen Aufholjagd zur zweiten Hauptgruppe, dort aufgefahren war ich erst einmal platt und musste wieder abreißen lassen. Ab da ging es erst einmal vergleichsweise gemütlich nach Telfs, Körner sammeln für die erste richtige Steigung.

Ab Höhe Zirl begleitete uns dann leichter Regen. Die Steigung nach Leutasch hinauf war lange und anstrengend aber durch den stärker werdenden Regen, teilweise schon fast Graupelschauer und der Kälte, war man irgendwie abgelenkt. Ein echtes Sauwetter! Oben angekommen waren dann erst mal beide Oberschenkel platt.

Nach Mittenwald ging es dann erst mal hügelig dahin, bei dem Wetter aber auch keine Erholung! Ich hatte mich bereits gefreut dass ich nur noch 4 Kilometer zu fahren hatte (laut Tacho), als ich am Strassenrand das Schild 10 Kilometer bis zum Ziel sah. Tja, irgendwer hat sich da wohl vermessen – mein Tacho oder die Streckenplaner. Die letzten Kilometer mit lediglich 3% Steigung haben sich dann angefühlt als würde ich mit einem Waffenrad und Anhänger das Kitzbühler Horn hinauf fahren!

Im Ziel angekommen konnte ich meine durchnässten und gefrorenen Gelenke kaum mehr bewegen, selbst die kalte Dusche konnte da nicht viel retten – ein Punkt der für das nächste Jahr verbessert werden kann! Ansonsten war ich im Großen und Ganzen mit der Organisation sehr zufrieden, die Verpflegung war sehr gut, die Absperrungen super, gutes Service von den Pannenfahrzeugen einzig die Ergebnislisten könnten etwas schneller online sein. 😉

Ergebnisse:

Rang StNr Name Jahr Klasse Gesamt Diff
150 1108 MOSER Hannes 1990 Herren1 4:44:47.2 +27:29.6
189 1107 STÖGER Christian 1983 Herren1 4:51:29.9 +34:12.3
433 676 RENNER Mario 1976 Herren2 5:18:47.6 +1:01:30.0
Bild von Martin Plank
Bild von Martin Plank
Hannes im Ziel
frisch geputzt

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