04.05.2014 Achensee Radmarathon – Arschkalt!

P1030896Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll, beginnen wir mal damit dass Sibille bis gestern Abend noch nicht wirklich wusste ob sie teilnehmen wird – gesundheitlich etwas angeschlagen haben wir aber beschlossen den Achensee Radmarathon als Trainingsrunde mit zu fahren.

Für Christina sollte es der erste Radmarathon werden, Martin ist da ja schon erfahren. Hans hat sich am Samstag entschieden nicht teil zu nehmen weil sein Knie nach der OP nicht überlastet werden soll, eine gute Entscheidung. Und Mario hätte uns alle am liebsten als Team über die Strecke gejagt! 🙂

Heute Morgen am Start dann mal eben 2 Grad und einsetzender Nieselregen der sich mit Schneeflocken durchmischte und uns immer wieder auf der Strecke begrüsste. Auf dem Weg zum Start dann gleich die erste ÜberraschungSibilles Hinterrad war platt, auf den ersten 10 Metern gleich einen Patschen eingefahren. Ein Zeichen?

Christina und Martin ließen sich von uns noch überreden (sorry) an den Start zu gehen, eigentlich wollten sie bei den Temperaturen gleich darauf verzichten. Nach ca. 10 Minuten fahrt haben sie dann umgedreht und den Tag hoffentlich irgendwo verbracht wo’s trocken und wärmer war!!! Ich glaube das war keine schlechte Entscheidung.

Inzwischen habe ich ja schon etwas Übung im Schlauchwechseln, also wurde ruck zuck der Patschen geflickt und wir konnten gerade noch rechtzeitig mit so ziemlich den letzten Startern auf die Strecke gehen. Immerhin kein Frieren beim Warten auf den Startschuss – wobei wir eigentlich immer gefroren haben. 😉

Nach der nassen Abfahrt vom Achensee nach Wiesing ging die Suche nach einer vernünftigen Gruppe los, hatte sich aber schnell erledigt – die einzige in Sicht war leider schon zu weit weg und hinter uns freuten sich andere auf unseren Windschatten.

So ging es dann bis Innsbruck mit Sibille und einer größeren Meute im Windschatten, irgendwann will ich von jedem der die gut 60 Kilometer (und mehr) genossen hat ein alkoholfreies Weißbier spendiert bekommen! Immerhin war’s bis dahin ein Schnitt von 37,7 Km/h – klar die Spitze toppt das locker, aber mit denen will ich mich nicht vergleichen – für mich ist der Wert sehr gut.

Die Labestation in Kranebitten haben wir ignoriert und somit endlich die Gruppe eingeholt gehabt, bis Telfs ging’s dann im Windschatten auch für mich ein wenig gemütlicher weiter. Unsere Zehen waren dank der Nässe und Kälte beim Anstieg nach Leutasch dann schon so durchgefrohren dass wir sie nicht mehr gespürt haben.

Eine nette Helferin die den Konvoi als Motorrad-Ambulanz begleitet hat, bot uns dann eine Aludecke zum Aufwärmen an – ein paar cm² davon im Schuh haben dann auch tatsächlich vorübergehend etwas geholfen! Sibilles Füsse bedruften dann im Ziel eine Spezialbehandlung von Birgit – vielen Dank an der Stelle noch einmal!

Mario hat in der Steigung nach Leutasch auf halbem Weg auf uns gewartet und die Zuschauer perfekt zum Anfeuern motiviert – ich glaub da ist eine echte „Rampensau“ an dir verloren gegangen! Seine Bergwertungs-Zeit hat er durch diese Pause natürlich geringfügig nach oben korrigiert, das sind Opfer für’s Team. 😉

Nach einer ausgiebigen Pause bei der Labestation in Leutasch (Kaffee, Kuchen, warme Getränke) von gut 15 Minuten und immer noch leicht unterkühlten Zehen ging es dann gemeinsam weiter in Richtung Zeitmessung bei Kilometer 113 – begleitet auch von wunderbarem Gegenwind.

Bei Wallgau wurden wir dann wie angekündigt über einen Schotterweg umgeleitet, der dann in einen kleinen matschigen steilen Waldweg endete, den ich normalerweise nur mit dem Mountainbike befahren würde! Für mich ein No-Go, auf so einen Weg gehören keine teuren Rennräder.

Die Rückfahrt nach Achenkirch ohne Zeitnehmung hätten bei schönem Wetter eine nette Bummelfahrt werden können, bei dem immer wieder einsetzenden Regen hatte aber wohl keiner große Lust zu viel Zeit zu verlieren – der Gedanke an eine heiße Dusche trieb uns voran!

Ich glaube Marios Worte „Ich starte nie wieder bei einem Rennen bei dem es Regnet und am Start 2 Grad hat!“ treffen das Ganze recht gut…

Christina

War ja schon sehr wehmütig darüber, dass wir das Rennen abgebrochen haben, da ich wirklich sehr gerne gefahren wäre. Nachdem ich mir diesen Beitrag gerade durchgelesen habe, denke ich, dass es für mich und Martin aber die richtige Entscheidung war. Gratuliere euch zu eurem Ergebnis und bewundere echt euer Durchhaltevermögen!!! Christina

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